1.Preis Ideenwettbewerb
Zwischen Angelburger Straße, Heinrichstraße, Viktoriastraße und dem stillgelegten Bahndamm befindet sich ein ca. 4500m² großes Grundstück mit viel Potential, das derzeit nur rudimentär und der Lage nicht ansprechend genug genutzt wird. Das Quartier besitzt durch seine direkte Lage an der Innenstadt und dem Stadtteil Jürgensby viel Charme und Attraktivität insbesondere für ältere und junge Menschen. Wünschenswert wäre, dass der stillgelegte Bahndamm tatsächlich einmal als Rad- und Fußwegeverbindung durch die Öffentlichkeit genutzt werden könnte, sodass sich eine erweiterte Freiraumnutzung für die Bewohner des Quartiers ergibt.
Das für Flensburg typische Thema von Wechsel giebel- und traufständiger Gebäude findet sich auch in der Umgebung des Planungsgebiets wieder. Jeweils beidseitig von Straßenzufahrten stehen giebelständige Gebäude, straßenbegleitend finden wir hauptsächlich traufständige Gebäude.
Diese Situation wird auf das Planungsgebiet transformiert, um die Baukörper städtebaulich wie selbstverständlich in die vorhandene Bebauung einzubetten.
Zweite Gliederungsebene ist ein Spiel der geneigten Dächer in Länge, Höhe, Tiefe und Anordnung. So wird allein durch die Baukörpergliederung eine Annäherung an die gründerzeitliche Parzellengröße vorgenommen, die die nähere Umgebung prägt. Neben einer halbgeöffneten Blockrand-Neubebauung werden die beiden Baulücken an der Viktoriastraße durch zwei Neubauten geschlossen. Die Bestandsgebäude der Angelburger Straße 44-28 sowie Viktoriastraße 2-6 bilden mit den Neubauten ein stimmiges Gesamterscheinungsbild.
Die Fassaden sind aus Verblendmauerwerk, die gerappt und gestrichen werden. Die helle Farbgebung gibt den Baukörpern eine gewünschte Leichtigkeit und Freundlichkeit ohne Licht zu schlucken. Die Wohnungen sind mit bodentiefen Fenster ausgestattet, um in die kleinen Wohnungen möglichst viel Lichteintrag zu bringen.