2.Preis Realisierungswettbewerb
Wettbewerbsaufgabe ist es, ein Fassadenkonzept zu entwickeln, das den Neubau des Parkhauses in das städtebauliche Umfeld einbindet und eine wertige, zeitgemäße Architektursprache beinhaltet.
Die neue Fassade des Parkhauses gliedert sich in Sockel, Mittelzone und Dachzone, angelehnt an die Geschosshöhen des Europahauses. Der Sockel besteht aus wertigem Ziegelstein, in der Farbgebung angepasst an die rotbraunen Ziegelgebäude der Umgebung (Holmpassage, Parkhaus Reismühlenhof, C+A, Deutsches Haus). Der Sockel bindet die ersten beiden Geschosse des Parkhauses ein und stellt damit einen angemessenen Bezug zum Maßstab der Nachbarschaft her. Die Erdgeschosszone bietet in der Ebene der Passanten damit eine haptisch angenehme Materialität. Die Einfahrt und die beiden Türen in der Sockelebene werden im Sturzbereich durch expressive Ziegelintarsien aufgewertet, die an die Fassade des Deutschen Hauses erinnern.
Die Mittelzone gliedert sich in zwei horizontale Bänder, die den großzügigen Maßstab der Obergeschosse des Europahauses übernehmen und damit die geringen Geschosshöhen der Parkgeschosse ignorieren. Die Mittelzone zitiert die Farbgebung des Ziegels, wechselt jedoch im Material zu einem luftdurchlässigen Metallkleid aus bronzefarbenen, gelochten Aluminiumpaneelen. Die unterschiedliche Faltung der Bleche übersetzt den Lichteinfall in eine lebendige, bewegte Farb- und Materialwirkung.
Von innen bietet das Lochblech Ausblicke auf den ZOB und den östlichen Höhenzug, von außen wirkt das Blech lebendig und doch geschlossen.
Abends kehrt sich das Bild um. Gebrochenes Licht fällt durch die Fassade der Obergeschosse.