Realisierungswettbewerb
Wettbewerbsaufgabe war es, für die ersten beiden Neubauten auf der Lübecker Wallhalbinsel (KaiLine) angemessene architektonische Antworten zu entwickeln, die dem Ort und der angestrebten Identität als maritimes Quartier gerecht werden.
Der Wunsch, an dem reizvollen Ort ein maritimes Quartier zu entwickeln liegt nahe. Dem Grundgedanken des Masterplanes wird gefolgt, indem hier weniger eine kleinteilige Formen- und Materialvielfalt mit „maritimen Touch“ sondern vielmehr eine geordnete, lagerhafte Architektur vorgeschlagen wird. Die rhythmische Wiederholung von Motiven, wie es die Lagerschuppen oder die Mediadocks vormachen, wird aufgegriffen und in den Bezug zu der neuen Nutzung gebracht: Wohnen statt Lagern, Loggien statt Schuppentore.
Das maritime Flair muss nicht durch die Architektur hergestellt werden – vielmehr stellt die neue Architektur den ruhigen Hintergrund für die bereits vorhandenen maritimen Qualitäten des Ortes dar.
Der industriell geprägte Ort wird durch die neue Bebauung in seiner Nutzung komplett verändert. Wohnen und Büro- bzw. Gewerbenutzung lösen das Lagern und Umschlagen von Waren ab. Abgesehen von den MediaDocks und dem Strandsalon im Sommer wird der Aussenraum bisher kaum als öffentlicher Raum wahrgenommen oder genutzt. Insbesondere der innere Straßenraum wird durch die langen undurchlässigen Schuppen von den Kaikanten abgetrennt. Das wird sich durch die Nutzungsänderung verändern. Der Ort wird öffentlicher. Die neue Architektur soll hier eine größere Durchlässigkeit anbieten – in Form von Durchwegungen oder Durchblicken. Die MediaDocks bieten das bereits durch die offenen, durchbindenen Treppenhäuser an. Gleichzeitig sollen die hochwertigen Wohnungen das notwendige Maß an Privatheit erhalten. Dies wird durch (halb-)private Licht- und Innenhöfe erreicht.