1.Preis: ÖPP-Verfahren
Der Neubau fügt sich in die vorhandene Landschaftsarchitektur ein, die wie eine große Parklandschaft mit seinen Hügeln und Wegen wirkt. Die verschiedenen Gebäude des Campus stehen “pavillonartig” frei in der Landschaft.
Dieses Motiv wird aufgenommen. Um dem Neubau genug Ausdruck zu verleihen, wurde eine geschlossene Baumasse konzipiert, die den verschiedenen auf dem Campus befindlichen Baukörpern mit gleicher Kraft gegenüber steht. Aus der Landschaft heraus entwickelt sich ein langgezogenes gewölbtes Dach, das die Hügellandschaft im Baukörper ablesen lässt. Dieses Motiv wird durch das Begrünen des Daches noch verstärkt; das Dach wird Teil der Landschaft. Die geschlossene und kompakte Form der Baumasse ist wichtig, um sich neben dem bestehenden Uni-Gebäude zu behaupten und dem gesamten Campus einen Abschluss zu geben. Zudem führt diese Kompaktheit zu einem günstigen A/V-Verhältnis, welches sich positiv auf die energetischen Werte des Neubaus auswirkt.
Der Neubau erhält zur Straße einen 4-geschossigen Bürotrakt und gliedert sich zum Süden in den Park mit einem 2-geschossigen Seminartrakt. Die Anforderung des Bebauungsplanes eines 3-geschossigen Gebäudes plus einem Staffelgeschoss wurde somit optimal ausgenutzt. Zur südwestlich gelegenen Parklandschaft öffnet sich das Gebäude und bildet zusammen mit der bestehenden Uni eine Klammer, die dem gesamten Campus als abschließender Rahmen dient. Die markante, dynamische Dachform wird mit dem Motiv der versetzten horizontalen Fensterbändern verstärkt. Diese Gestaltungsmittel geben dem Neubau eine notwendige Leichtigkeit.